Warum gute Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch das A und O ist

Als Mama ist man zum Ende der Elternzeit meist ein bisschen aus der Übung, wenn es um Vorstellungsgespräche geht.

Umso wichtiger ist es, sich gründlich vorzubereiten.

Das verringert nicht nur die Nervosität sondern gibt auch mehr Sicherheit.

Das Vorstellungsgespräch ohne vorherige „Trockenübung“ auf sich zukommen zu lassen, trägt nur zur Nervosität bei – ganz abgesehen von einem durchschnittlich schlechteren Ergebnis.

Was ist also bei der Vorbereitung zu beachten?

#1 Informationen zum Unternehmen sammeln

Ohne Vorkenntnisse zum Unternehmen in ein Vorstellungsgespräch zu gehen grenzt fast schon an Vorsätzlichkeit. Ist es doch sehr einfach, unternehmensspezifische Informationen wie

  • Name, Gründungsjahr und Gründer
  • Hauptstandort
  • Philosophie
  • Produkte/Dienstleistungen
  • Ziele
  • Organigramm der Geschäftsführung
  • Online-Profile der Gesprächspartner und
  • Haupt-Konkurrenten

zusammenzuschreiben und sich einzuprägen.

Wenn man noch seine Meinungen zu den Bewertungen der Firma auf Unternehmensbewertungsplattformen wie kununu und Glassdoor einfließen lässt, zeigt man, dass man sich nicht nur einseitig informiert hat. Es wird auch darauf Wert gelegt, die Meinung der (ehemaligen) Belegschaft in die Informationssammlung mit aufzunehmen.

#2 Vorstellungsgespräch üben

Versetze dich in die Gesprächssituation hinein

  • Frage am Besten einen Freund oder deinen Partner, die Rolle des Personalers zu übernehmen
  • Übe mit deinem Gegenüber Standardfragen, die du im Vorstellungsgespräch erwartest.

Hier gilt: Wiederholung macht den Meister.

Schöner Bonus: du merkst sehr schnell, wo du immer stockst bzw. keine vernünftige Antwort auf Fragen hast.

Das bedeutet natürlich nicht, dass du die Antworten auswendig lernen sollst. Die Übung gibt dir nur die notwendige Sicherheit zu wissen, was du in deinen eigenen Worten sagen möchtest.

Dinge, die im Rahmen eines Bewerbungscoachings trainiert werden sollten

Selbstpräsentation

In der Regel folgt jedes Vorstellungsgespräch einem logischen Plan. Begonnen wird zumeist mit einer kurzen Vorstellungsgrunde und der Aufforderung an den Bewerber ein paar Worte zu sich zu sagen. Normalerweise wird hier genug oberflächlich formuliert, dass es manchmal schwer ist zu wissen, wie oder wo man anfangen soll.

Idealer Startpunkt, um dir selber deine perfekte Selbstpräsentation zusammenzubauen!

  • schreibe dir die wichtigsten Punkte in deinem Leben auf
  • gib anschließend deinen Lebenslauf kurz und knapp wider.
    • Fokussiere dich auf die Informationen, die deine Gesprächspartner am meisten interessieren dürften
    • Persönliche Meilensteine, welche nichts mit dem Beruf zu tun haben, sollten nur in Maßen eingestreut werden. Einzige Ausnahme: Diese Meilensteine haben (positive) Auswirkung auf deinen Beruf, deine Leistung, deine Fähigkeiten
  • Um zu kontrollieren, ob dein Sprechtempo angenehm oder deine Argumentationskette schlüssig ist, empfehle ich, dass du deine Selbstpräsentation als Video aufnimmst.

Körpersprache

Die Körpersprache hat einen maßgeblichen Anteil daran, ob wir gut beim Gegenüber ankommen – oder nicht.

Die Körpersprache verrät dem Personaler während des Gesprächs mehr über dich, als du vielleicht denkst.

Das bedeutet jedoch nicht, dass du dich verstellen solltest. Im Gegenteil. Natürlichkeit und Authentizität sind der Schlüssel.

Du solltest diese nur durch bestimmte „Benimmregeln“ noch schärfen:

  • Sei (ehrlich) interessiert am Gespräch und halte Augenkontakt mit deinem Gegenüber
  • Nicht nervös mit dem Händen herumspielen. Kleiner Pro-Tipp: nimm dir Stift und Papier in das Gespräch mit. Halte dich am Stift fest oder schreibe etwas auf. Das lenkt von der Nervosität ab und du sammelst noch wichtige Infos, auf die du später zurück greifen kannst.
  • Achte darauf, wie du am Tisch sitzt.

An dieser Stelle eignet sich eine Videoaufnahme, da sie dir zeigt, was du sonst nicht von dir siehst. Auf diese Weise erkennst du, wie du auf andere wirkst, ob deine Haltung die Richtige ist oder du unsicher und nervös rüberkommst.

Arbeite mit Beispielen

Es reicht nicht, seine Fähigkeiten aufzuzählen.

Es ist wichtig, diese auch mit tatsächlichen Beispielen zu unterfüttern.

Überlege dir,

  • in welcher Situation deine Fähigkeiten besonders gefragt waren
  • du aufgrund deiner Charaktereigenschaft X einen sichtbaren Mehrwert generieren konntest
  • wie du ein Problem X durch deine Kenntnisse Y schnell und nachhaltig für dein Team/deine Firma lösen konntest

Konkrete Fragen erwarten – und meistern

Während des Vorstellungsgesprächs werden mit Sicherheit sehr konkrete Fragen an dich gerichtet, auf die du vorbereitet sein solltest. Fragen wie:

  • Warum möchten Sie ausgerechnet bei uns arbeiten?
  • Warum sollten wir gerade Sie einstellen?
  • Welchen Mehrwert bringen Sie unserem Unternehmen?
  • Wie können Sie zum Erfolg unseres Unternehmens beitragen?
  • Haben Sie noch Fragen an uns?

In meinem Blogartikel „die X kniffligsten Fragen“ gehe ich noch einmal spezieller auf diesen Punkt ein.

Generell gilt: derartige Fragen kommen nicht überraschend. Wichtig ist, eine Antwort parat zu haben, die ehrlich und wohlüberlegt ist. Untermalungen mit Beispielen runden das Ganze ab.

Verabschiedung und Dankes-Mail

Die Verabschiedung ist ein wichtiger Teil des Gesprächs, bei dem die Gesprächspartner nochmals darauf schauen, ob du noch bei der Sache bist.

Es gilt:

  • Handschlag inkl. Augenkontakt
  • Für die Zeit und das angenehme Gespräch bedanken, am Besten den Namen des Gesprächspartners noch einmal einbauen: „Vielen Dank nochmals für das angenehme Gespräch, Herr Müller.“

Am Abend des selben Tages folgt die Dankesmail an alle Gesprächspartner, in der nochmals authentisch dargelegt wird, dass das Gespräch nur noch einmal bekräftigt hat, dass man bei der Firma arbeiten möchte.

Fazit:

Um das Vorstellungsgespräch so sicher und sorgenfrei wie möglich zu gestalten, ist gute Vorbereitung Pflicht.

Eine Unterstützung seitens eines qualifizierten Bewerbungscoaches kann hier sehr hilfreich sein.

Egal ob mit oder ohne Coach: Übung macht den Meister.

Also pack’s an! Schnapp dir Handy, Stift und Papier und auf geht’s!

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